Mit Peter Widmer (IF-CH) und Burghard Lippke (IF-D, Salon Hamburg)
Im Kloster Dornach, 09.45 bis 16.45 h
Tagungsleitung: Theo Tschopp und Margrith Bachmann
Teilnehmer: 26 (wovon 8 Neue)
Zwei Entwicklungsmodelle geben einen Einblick in Gesetzmässigkeiten der Evolution menschlichen Bewusstseins.
| Theo Tschopp begrüsste die zahlreichen Teilnehmenden, insbesondere die acht Neuen, und stellte kurz die Prinzipien des IFSchweiz vor.
Nach einer meditativen Einstimmung mit einem musikalisch unterlegten Rilke-Gedicht legten Peter Widmer und Burghard Lippke in einer attraktiv illustrierten Präsentation die verschiedenen Entwicklungsstufen gemäss Spiral Dynamics (Wertememe) und dem Entwicklungsmodell nach Susanne Cook-Greuter (Ich-Identität) dar und verwiesen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Während das Spiral Dynamics-Modell für die meisten im Wesentlichen bekannt war, stellte das stark sprachlich orientierte Modell von Cook-Greuter für einige Neuland dar. Beide Vortragenden betonten, dass die von ihnen vertretenen Modelle nicht als totale Erklärung der Wirklichkeit aufgefasst werden dürfen. Vor einem simplen Schubladisieren warnten sie. Am besten kam dieses Anliegen im Bild des "Akkordes" zum Ausdruck, den Don Beck zu diesem Zweck verwendet. Kein Mensch befindet sich auf einer einzigen Entwicklungsstufe. Sein Wesen setzt sich auf der Spiral Dynamics-Farbskala aus einem Farbakkord zusammen. Die Zusammensetzung des Akkordes kann je nach Lebenslage variieren. Ein Videoclip zu Spiral Dynamics rundete die Präsentation ab. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Refektorium des ehemaligen Klosters gab es einen kurzen Exkurs zum Organisatorischen des IFSchweiz: Informationen zum Kassenstand, über die Arbeit der Kerngruppe und der Kommunikationsgruppe. Danach ergänzten praktische Übungen den am Morgen dargelegten Stoff. Als erstes galt es, Resultate eines Satzergänzungstests ("Wenn ich kritisiert werde, ...") nach Cook-Greuter einer der neun Entwicklungsstufen zuzuordnen. Die Lösungen waren zum Teil überraschend, da nicht der Inhalt der Aussage wesentlich war, sondern die Differenziertheit der inneren Wahrnehmung, wie sie sich im sprachlichen Ausdruck äusserte. Spiral Dynamics wurde anhand verschiedener Rollenspiele praktiziert. So galt es, sich selbst einer Farbe zuzuordnen und sich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen. In einem weiteren Spiel zogen die Teilnehmer eine Farbe und diskutierten in Gruppen eine heikle aktuelle Frage vom Standpunkt dieser Entwicklungsstufe aus. Die Aufgabe der Gruppenmoderatoren bestand darin, die jeweilige Farbe der Diskussionsteilnehmer anhand ihrer Äusserungen zu erkennen und die Teilnehmenden bei der Moderation in ihren Meme-Schwerpunkten "abzuholen". Ziel der Übungen ist es, die eigene Flexibilität in Bezug auf eigene und fremde Wertmemes zu erhöhen. Die Feedbacks in der Schlussrunde seien durch ein Statement wiedergegeben:
Weitere Hinweise und Links
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![]() Eröffnung der Tagung ![]() Mittagessen im Refektorium des ehemaligen Kapuzinerklosters Dornach ![]() Die Gruppe, die das grüne Mem spielte, machte es sich gleich gemütlich. |