Die Tagung hat im Restaurant Linde Oberstrass in Zürich stattgefunden.
Tagungsleitung: Hans Schmid im Team mit Heinz Robert und Felix Siwek
Die Tagung bestand aus zwei Teilen:
1) einem Input mit dem Vortrag von Hans Schmid, dem Bericht aus der Praxis von Susanne Tobler und Filmfrequenzen vorbereitet
von Heinz Robert (am Vormittag)
2) einem Output in Form von thematischer Arbeit in kleinen Gruppen und
zusammenfassender Reflexion im Plenum (am Nachmittag)
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Ein eindrückliches Beispiel dazu bot die Teilnehmerin Susanne Tobler,
Mehr dazu auf der Webseite der Schule.
- die Elternlobby Schweiz |
Der dritte Teil des Inputs - integrale Bildung anhand eines konkreten Beispiels - hat die offene Gewalttätigkeit zur Sprache gebracht.
Das Team der Tagung entschied sich, die Teilnehmenden unvorbereitet und hautnah mit dem Thema zu konfrontieren. Heinz präsentierte den Anwesenden ein zusammengeschnittenes Video von kurzen Filmsequenzen, die Jugendliche mit ihren Mobiltelefonen aufgenommen hatten und verschiedene Szenen von einfachen Rangeleien in der Schule bis zu blutigen Schlägereien auf der Strasse zeigten. Dies hat eine starke Betroffenheit aller ausgelöst. Von einem Moment auf den andern „passierte Gewalt im Raum“, nahm „etwas“ überhand, das niemand beabsichtigt hatte, ungewollt, unkontrolliert.
Es spricht für die Qualität des Bewusstseins der Menschen an dieser Tagung, dass sich diese Gewalt-Energie nach einiger Zeit aufzulösen begann, dadurch dass das Thema im Raum bleiben durfte und Mitgefühl und Empathie für die Reaktion der einzelnen TeilnehmerInnen entstand. Und Mitgefühl für das, was schmerzhaft als kollektive Bürde bewusst wurde: Ein kollektiver Schatten.
Abschliessend griff Felix dieses Thema auf und stellte es in einen grösseren Rahmen. Der kollektive Schatten, der das Abgespaltene und Verdrängte des Wir-Bewusstseins beinhaltet, hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Verhalten in jedem Lebensbereich. Er prägt deshalb auch das Bildungswesen stark. Dazu gehören die tabuisierten Themen, wie Machtverhältnisse (Dominanz, Herrschaft), kollektive Angst, Gewalt und andere. Für das Aufspüren der kollektiven Schatten und seiner Auswirkung soll die integrale Bildung so offen wie möglich bleiben.
Nach der Mittagpause und kurzer Meditation hat die Arbeit in vier kleinen Gruppen mit spezifischen Themen begonnen:
Integrale Schule als lernende Organisation
Bildung von Lehrpersonen
Integration und Gewalt
Integrale Elternbildung
Die Resultate dieser Arbeit wurden danach im Plenum vorgestellt und kommentiert. Die wesentlichen Merkmale der „Integralen Schule als lernende Organisation“ wurden benannt. Dazu gehören unter anderen: Selbstreflexion, allumfassende Verantwortung (in allen 4 Quadranten), sowie Förderung der Lebensfreude (Genuss, Lust, Körpergefühl)
In der Gruppe mit dem Thema „Bildung von Lehrpersonen“ wurden persönliche Eigenschaften von Lehrerinnen und Lehrer aufgezählt (Autonomie, Kompetenz, Altruismus und andere), sowie verschiedene Kriterien der Auswahl und Annahme der Kadidaten für diesen Beruf diskutiert. Als wesentliche Bestandteile der Ausbildung sollten auch Meditation und integrale Lebenspraxis berücksichtig werden.
Die Arbeit in der Gruppe "Integration und Gewalt" führte zum Vorschlag, "Schatten in der Familie über Generationen hinweg" zum Thema einer künftigen Tagungen zu machen.
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Die Tagung ist mit einer holistischen Reflexion abgeschlossen worden:
Die integrale Bildung ist tatsächlich ein allumfassendes Thema, das auch eine zentrale Rolle
in der Bewusstseinsentwicklung und Evolution der Kultur spielt.