„Integral“ verstehen wir als ganzheitlich im Sinne eines Bewusstseins der integralen Entwicklungsstufe. Das bedeutet, alle wesentlichen Aspekte der Realität in ihren Wechselwirkungen und Zusammenhängen zu berücksichtigen. Als Richtschnur fürs Integrale und zur theoretischen Orientierung nutzen wir in erster Linie die von Ken Wilber entwickelte „Landkarte“ (AQAL).
Integral bedeutet integrieren, zusammenführen, vereinigen, umfassen, vernetzen. Die Stärke des Integralen Ansatzes liegt vor allem darin, dass er auf die Komplexität einer jeden Fragestellung einzugehen vermag. Der Integrale Ansatz zielt im Kern darauf ab, fragmentarische Lösungen prinzipiell zu vermeiden und ganzheitliche Lösungskonzepte konsequent voran zu treiben. Dadurch werden umfassendere Problemanalysen und ausführlichere Lösungsansätze zugelassen, als es bei herkömmlichen Ansätzen der Fall ist.
Das Herzstück des Integralen Ansatzes nach Ken Wilber bildet das AQAL-Modell. Dies ist die englische Abkürzung für alle Quadranten, alle Ebenen, alle Linien, alle Typen und alle Zustände.
Diese Kurzformel steht stellvertretend für die umfassendste Landkarte des menschlichen Potentials, die uns momentan zur Verfügung steht. Sie wurde durch einen intensiven kulturübergreifenden Vergleich aus Dutzenden von theoretischen Ansätzen erschaffen. Kein Bereich, egal ob Wirtschaft, Politik, Bildung, Erziehung, Medizin oder Gesundheit und erst recht nicht die Kommunikationsbranche sollte das durch den Integralen Ansatz zur Verfügung gestellte Potential ungenützt lassen, wenn es darum geht, in einer immer undurchsichtiger werdenden Welt für mehr Klarheit zu sorgen.
Das individuelle und subjektive Bewusstsein des Menschen existiert nicht in einem luftleeren Raum für sich allein. Vielmehr ist der Mensch als Ganzes unauflöslich mit seinem Geist und seinem Körper sowohl an diverse Gesellschaftssysteme und Umweltfaktoren als auch an kulturelle Rahmenbedingungen und gemeinsame Wertevorstellungen gebunden. Der erste Schritt zielt darauf ab, alle Quadranten zu berücksichtigen, um so umfassend wie möglich sein zu können.
In der klassischen Philosophie unterscheidet man für gewöhnlich zwischen dem Schönen, dem Guten und dem Wahren. Diese treten in Form eines ästhetischen Ausdrucks des Ich, als eine moralische Zusammengehörigkeit des Wir und als objektives Es der Wissenschaft in Erscheinung.
Der Integrale Ansatz erweitert die klassische Betrachtungsweise um eine vierte Dimension des menschlichen Daseins. Die nebenstehenden vier Quadranten sind die vier grundlegenden Perspektiven, durch die eine Sache betrachtet werden kann. Das gesamte Spektrum wird in einen innen und außen, sowie einen individuellen und kollektiven Bereich unterteilt. Es ergibt sich das für den Integralen Ansatz typische vier Quadrantenmodell.
Integrales Forum Schweiz
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