Menschen im blauen Werte-Mem (nach Spiral Dynamics) würden vermutlich dazu neigen, es als Endzeit und als Strafe Gottes gegen die Ungläubigen zu verstehen. Aus einer orangen Wertehaltung heraus liegt der Fokus wohl eher auf dem Klimawandel oder auf einer Geldwirtschaft, die mit den bis anhin noch machbaren Methoden allmählich aus dem Ruder geraten. Menschen im grünen Mem möchten lieber korrupten Führungspersönlichkeiten in Politik und Wirtschaft oder gar verschwörerischen geheimen Mächten eine Schuld für die Wende zuschieben.
Diese Sichtweisen haben durchaus etwas Wahres. Sie sind aber nicht wirklich neu und tragen wohl nur zum Teil an einer Lösung bei. Sie tauchen seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, in einzelnen Ängsten gar schon so lange auf, seit wir reflektierende Menschen sind und vom Baum der Erkenntnis gegessen haben.
Eine integrale Betrachtung von unsicheren Zeiten, grossen Veränderungen, Krisen und Wendezeit(en) müsste nicht nur neue Argumente bringen, sondern auch neue Standpunkte, Orientierungsmöglichkeiten und Lösungen erkennbar machen. Eine integrale Betrachtung würde sich nicht nur mit Phänomenen ausserhalb des Ich befassen, sondern eben auch mit sich selber als Teil all jener Menschen und gar als Teil des kosmischen Wirkens. Und sie müsste in der Lage sein, den Anteil Wahrheit, der den vielen verschiedenen Betrachtungsweisen und Aussagen inne wohnt zu würdigen und in die Gesamtschau eines grösseren Ganzen zu integrieren.
Im Integralen Forum Schweiz möchten wir uns diese integrale Betrachtung unserer Welt und unseres Kosmos mehr und mehr zu eigen machen.
Über unsere Erfahrungen, unser Wachsen damit und über unser Wirken werden wir im Verlauf dieses Jahres berichten.
Eine nächste Veranstaltung zu diesem Thema findet über Ostern in Appenzell statt. Sie trägt den Titel „Werden, Vergehen und Bewusst sein – integrale Erfahrungstage über die kleinen und grossen Übergänge im Leben“. >mehr dazu.
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